Der Griff nach den Sternen

 

Mein verwegenster Griff nach einem Stern war wohl die Bewerbung um den MDR-Literaturpreis. Doch was habe ich außer Portokosten zu verlieren? Einsendeschluss war der 31.01.2008. Hier wurden dann von 1958 (!!!) Einsendungen lediglich 7 nominiert. Fast schon selbstredend war ich da nicht dabei. Doch es werden einige Wenige noch für die im nächsten Frühjahr erscheinende Anthologie ausgewählt. Und hierfür gebe ich die Hoffnung noch nicht auf. Auch wenn ich eher nicht daran glaube, denn die Siegergeschichten sprechen eine andere Sprache, als meine eingereichte Geschichte: „Weggeschaut“. Doch, wer weiß? Vielleicht gefällt sie doch dem einen oder anderen Juroren. Bis 30. November 2008 wird man über die Entscheidung informiert werden. Also warte ich es ab. Denn das wäre schon etwas Besonderes - ein Einstieg zu den Autoren. Bisher bin ich doch eher noch ein allseits belächelter „Möchtegern-Schreiberling“.

Der zweite große Griff war der irrwitzige Versuch, für den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte Kurzkrimi des Syndikats nominiert zu werden. Im Dezember 2007 hatte ich meinen Windsorknoten eingereicht. Sah toll aus, meinen Namen und meine Kurzgeschichte auf der Liste der Eingereichten zu sehen. So neben .....erwähnt zu werden, ist schon ein erhabenes Gefühl. Doch zu glauben, dass man als Erstling eine Chance hätte...das führe ich schlicht und einfach auf meinen Adrenalinspiegel zurück, der noch ganz oben schwelgte, so kurz nach Veröffentlichung meiner ersten Geschichte.

Ob ich es 2009 wieder versuchen werde? Falls sich eine meines Erachtens geeignete Geschichte findet, warum nicht? Kostet auch wieder nur Porto und macht für kurze Zeit ein gutes Gefühl, so als ob man zum ersten Mal einen Lottozettel ausfüllt und noch an die Chance glaubt, die eigenen Zahlen werden gezogen.

 

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